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Hochmoderne Kohlekraftwerke und Erneuerbare Energien

Hocheffiziente moderne Kohlekraftwerke mit Wirkungsgraden zwischen 45 … 50 % sind Kraftwerke der 600°C- bis sogar 700°C-Generation. Wegen ihres Betriebs an den Festigkeitsgrenzen der hochlegierten Stähle verbietet sich eine Wechsellastfahrweise, was dem Einsatz erneuerbarer Energien diametral entgegensteht. Weitere Einzelheiten dazu hier
Diese kurze Betrachtung ist als Ergänzung zu "KREDO" zu sehen.



   

Die SPD-Landtagsfraktion MV will eine neue Energiepolitik für unser Land.

Fachkonferenz der SPD in Güstrow

Nach der erfolgreichen energiepolitischen Auftaktveranstaltung im November 2009 in Rostock fand Ende Februar 2010 die Folgeveranstaltung "Neue Energiepolitik - Neue Chancen für die Kommunen" in Güstrow statt. Mit im Boot waren wieder anerkannte Experten aus ganz Deutschland, die mit Vorträgen aber auch in einer Podiumsdiskussion Rede und Antwort standen.

Ministerpräsident Sellering für mehr dezentrale Energieversorgung

Güstrow (dpa) - Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) will mit Kleinkraftwerken in der Fläche die Nutzung der erneuerbaren Energien vorantreiben. "Die Ausgaben für Energie bleiben in der Region. Regionale Wirtschaftskreisläufe werden gestärkt und zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen", erklärte Sellering am Montag (22.2.) anlässlich einer Fachkonferenz der SPD-Landtagsfraktion in Güstrow. Als Beispiel nannte er die Stadtwerke Neustrelitz. Diese hätten ein Biomasse-Heizkraftwerk gebaut, das Strom produziert und gleichzeitig zwei Drittel aller Haushalte der Stadt mit Wärme versorgt. Das Brennmaterial werde von der regionalen Forstwirtschaft bezogen.

Mehr Informationen dazu in der OZ und der SVZ. Einzelne Referate können hier gelesen werden.


 

   

Energiekonzept der Bundesregierung muss Systemkonflikt vorbeugen

In einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe von 01.03.2010 wird festgestellt:

· Längere AKW-Laufzeiten und zusätzliche Kohlekraftwerke programmieren neuen Fundamentalkonflikt auf dem Weg ins regenerative Zeitalter

· Studie: Variable Erneuerbare Energien und klassische Grundlastkraftwerke passen nicht zusammen in ein Stromsystem

· Erneuerbare Energien gehören in den Mittelpunkt der Zukunftsdebatte

· Energiekonzept der Bundesregierung bleibt „Muster ohne Wert“, wenn die Anpassung des konventionellen Kraftwerksparks an wachsende Anteile Erneuerbarer Energien nicht geklärt wird

Alle Hintergrundmaterialien der Pressekonferenz finden Sie hier zum Download


   

Hoffnung und Zweifel in Sachen Kohle - von Andreas Zecher Lubmin. 

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass nach so viel Widerstand ein Investor, der auch ein Kohlekraftwerk bauen will, es wagt, hier Fuß zu fassen“, sagt Hildegard Hinsching. Nachdem der dänische Energiekonzern Dong Energy derartige Pläne auf dem Gelände des früheren Kernkraftwerkes aufgeben hat, hofft die Rentnerin, dass ihre Bürgerinitiative (BI) „Zukunft Lubminer Heide“ mit dazu beigetragen hat, dass alle Formen von umweltschädigender Investitionen auf Dauer einen Platzverweis erhalten haben. Seit zehn Jahren gibt es die BI und so lange ist auch Hildegard Hinsching dabei. Gegen einen Holzverarbeiter wurde zu Felde gezogen – bislang erfolgreich. Gegen die Abholzung des Küstenwaldes – das gelang nur teilweise. Die Pläne von Dong zu vereiteln, war die größte Herausforderung für die Lubminer. Dafür erhielten sie Unterstützung von Initiativen auf Rügen und Usedom sowie durch landesweite Protestbekundungen. Über allem stand: „Kein Steinkohlekraftwerk in Lubmin“. Seit 2006 gibt es die gleichnamige Initiative, die sich andere BI mit ins Boot geholt hat. Ihr Vorsitzender, Michael Woitacha, ist weniger hoffnungsfroh als Hildegard Hinsching. Er sagt, „noch ist keine endgültige Ruhe im Streit um die Kohlekraftwerkpläne in Lubmin eingekehrt“. Unterstützt durch das Wirtschaftsministerium, so Woitacha, suchten die Antragsteller und die verbliebene Betreibergesellschaft nach einem Ersatzinvestor, der für DONG Energy einspringen solle.

Weiterlesen: Nordkurier-de Hoffnung und Zweifel in Sachen Kohle

   

Ostsee-Zeitung I
Nachdem die dänische Firma Dong das umstrittene Vorhaben eines Kohlekraftwerks bei Lubmin aufgegeben hat, steigen auch die Partner aus.

Lubmin/Schwerin/München (OZ) - Nach dem Rückzug des dänischen Investors Dong Energy gehen jetzt weitere Anteileigner auf Distanz zum Projekt des Steinkohlekraftwerkes in Lubmin bei Greifswald. „ Wir beteiligen uns auf keinen Fall am Neubau eines Steinkohlekraftwerkes", sagte Christian Miehling von den Stadtwerken München.

Die Firma ist an der WV Engergy AG (Frankfurt/Main) beteiligt, die 25,1 Prozent der Anteile an der Dong Energy Kraftwerke Greifswald GmbH & Co. KG hält und das Genehmigungsverfahren für das geplante Kraftwerk weiter vorantreibt. Die WV Energie AG Frankfurt/Main, zu der neben der Wintershall AG viele kommunale Versorgungsunternehmen gehören, sucht zudem einen neuen Großinvestor, der die Dong-Anteile übernehmen soll.

Die in der Allianz „ Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" vereinten Bürgerinitiativen und Umweltverbände wundern sich indessen „ über den Optimismus der Verantwortlichen", neue Investoren für ein Kohlekraftwerk am Greifswalder Bodden finden zu können. Nach Kenntnis von Arndt Müller vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) tragen sich neben den Münchner Stadtwerken weitere Kleinaktionäre mit dem Gedanken, aus dem Projekt auszusteigen. Laut Müller wolle sich auch die Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG) aus Österreich, die eine der größten Beteiligungen an der WV Energie AG halte, von den Lubmin-Plänen zurückziehen, weil sie künftig „ bevorzugt auf Wind und Wasserkraft" setze. Laut BUND wollte die TIWAG 150 Millionen Euro in Lubmin investieren.

ELKE EH LERS

Weitere Iinformationen dazu auch beim BUND Mecklenburg-Vorpommern


 

   

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