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VDI-Tagung Energieland 2020 in Rostock


„Die zukünftige Energieversorgung in Mecklenburg-Vorpommern“,

so lautete das Thema. Hochkarätige Referenten konnten verpflichtet werden. So u. a. Prof. Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen, der in letzter Zeit richtungweisende Studien zur Weichenstellung in der Energiepolitik und zur CCS-Technologie herausgab und Prof. Riedle von der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt.

Bild VDI-Tagung 1Bild VDI-Tagung 2

Die Tagung war gekennzeichnet durch Ausgewiesene Fachleute als Referenten und einen gut gefüllten Saal mit interessiertem Publikum

Allerdings war es blamabel, dass der Schirmherr der Veranstaltung, Jürgen Seidel, nicht zu der langfristig geplanten VDI-Veranstaltung in Rostock erschien. Sein geschickter Vertreter Dr. Fuchs konnte jedenfalls mit „Energieland 2020“, das zwei Jahre brauchte, bis es im Mai 2009 endlich den Landtag passierte, nicht glänzen. Dass nicht gerade die größten Kapazitäten daran mitgewirkt haben, ist z.B. daran zu erkennen, dass für die Windenergie Prognosezahlen probagiert werden, die heute schon mehr als erreicht gelten. Und wie mit dem Dong-Kraftwerk die Klimaschutzziele realisiert werden sollen, hat er auch nicht erklärt. Als Lösung bot er an, dass z.B. die Bundesländer, die von Dong Energy Strom kaufen (mehrere Stadtwerke haben Beteiligungen an Dong Energy Greifswald gekauft), auch mit entsprechenden CO2-Kontigenten belastet werden. Die werden sich bedanken!

Und warum sollte Dong energy in windstarken Zeiten sein neues Kraftwerk drosseln, wenn ihm die Kraftnetzanschlussverordnung  (KraftNAV) 10 Jahre lang eine 100%-Abnahme zusichert? Es ist doch legitim, dass ein Unternehmen Maximalprofit anstrebt- oder? Also sollte man als Erstes mal die eigenen Gesetzte lesen und sie den Erfordernissen anpassen.

Die Vorträge können hier beim VDI nachgelesen werden. Besonders interessant der Vortrag zu Erneuerbaren Energien in M-V.


   
Start der Klimapiraten-Kampagne:

Erste Aktion gegen den Bau des Kohlekraftwerks Lubmin in Greifswald
(siehe auch Pressemitteilung  in der OZ vom 01.09.2009)

Sommer, Sonne, Strandbad an der Ostsee. Doch die Idylle ist durch den möglichen Bau eines Kohlekraftwerks
in Lubmin gefährdet. Die Klimapiraten, ein neu gegründeter Verbund junger Aktivisten aus ganz
Deutschland, wollen die Pläne von DONG Energy durchkreuzen.
Gemeinsam mit der Bürgerinitiative Greifswald gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin e.V.
wird dazu beigetragen die Debatte um Klimawandel, Resourcennutzung und das geplante Steinkohlekraftwerk
in Lubmin in den nächsten Monaten zu verschärfen.

Ein Steinkohlekraftwerk in Lubmin? DONG Energy möchte im Ostseebad Lubmin ein Steinkohlekraftwerk
bauen. Pro Jahr würden 10 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid, über eine Tonne
Quecksilber und erhebliche Mengen Blei und Arsen und 800 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Sauberer
Strom sieht anders aus! Die Verbrennung von Kohle ist die klimaschädlichste Art der Stromerzeugung.
Das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin würde mit ca. 10 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich pro Jahr
unserem Klima kräftig einheizen.

Es bleibt kein Argument für ein Steinkohlekraftwerk übrig! Weder wird der Strom in Mecklenburg-



   

BI-Mahnwache auf der Gesundheitsmesse in Binz

Am 29.08.09 fand die 4. Rügener Gesundheitsmesse in Binz statt. Wirtschafts- und Tourismusminister Jürgen Seidel hatte zu dieser Veranstaltung die Schirmherrschaft übernommen. Urlauber und Einheimische wurden von den vielen Ständen angezogen, die umfangreiche Informationen zu Gesundheit, Schönheit, sportlicher Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden anboten.

Die Mitglieder mehrerer Bürgerinitiativen unter Leitung von Torsten Jelinski empfingen den Minister mit einer Mahnwache und wiesen ihn auf seine widersprüchliche Politik hin:

Einerseits setzt er sich für die Entwicklung des Gesundheitslandes Mecklenburg-Vorpommern ein, andererseits forciert er die Genehmigung eines Kohlekraftwerkes am Standort Lubmin.

Die „Pechkohlegiftschleuder“ in Lubmin hätte negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, die Umwelt würde nachhaltig und unumkehrbar geschädigt und Existenzen und Arbeitsplätze im Gesundheits-, Wellness- und Tourismusgewerbe vernichtet.Viele Besucher reagierten überrascht, als sie erstmalig von den Dong-Plänen erfuhren oder waren entsetzt darüber, welche konkreten Folgen die geplanten Investition haben könnte.

Bild Mahnwache

Bild fliehender Minister

 

Seidel: "Nein, schon wieder dieses Thema, die können einem den schönsten Tag verderben- schnell weg von hier!"

Bild Parteifreund Elgeti

BI-Aktivist Jelinski

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber so leicht geht das nicht! Alte Freunde und Nichtfreunde kann man nicht einfach stehen lassen oder ignorieren.


   

Steinkohlekraftwerksgegner bringen frischen Wind nach Ostvorpommern

Mit der Ankündigung einer für den 28. Oktober in Greifswald geplanten Konferenz zum
Thema Erneuerbare Energien melden sich die Gegner des Steinkohlekraftwerks in
Lubmin wieder einmal lautstark zu Wort.

Wie Karin Kaspar, Sprecherin der „Allianz gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin“, bestätigte, werde die eintägige Veranstaltung gemeinsam durch die vier Bürgerinitiativen und die Umweltverbände BUND und WWF durchgeführt und stehe unter dem Leitsatz Erneuerbare Energien als Impulsgeber für wirtschaftlichen Aufschwung in Mecklenburg-Vorpommern.

„Alleine Mecklenburg-Vorpommern könnte bis zum Jahr 2020 mehr als 8.000 Arbeitsplätze durch Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien schaffen und damit den wirtschaftlichen Aufschwung auch in Ostvorpommern erheblich ankurbeln.“ erläuterte Kaspar. Dies setze jedoch voraus, dass die laufenden Kohle- und Atomkraftwerke durch regelbare Kraftwerke ersetzt würden und dass der Bau neuer Kohlekraftwerke gestoppt werde.

Hier die ganze Pressemitteilung

   


BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Pressemitteilung vom 4. August 2009

GRÜNE: Ministerpräsident muss Seidel bremsen

Seidel drückt aufs Tempo für DONG und gegen die Menschen

Torsten_Jelinski_Presse

Bündnis 90/Die Grünen fordern Ministerpräsident Sellering auf, seinen Kohle-Minister Seidel zu bremsen. Während DONG als Investor nicht in der Lage ist, die erforderlichen Genehmigungsunterlagen für das Kohlekraftwerk Lubmin vorzulegen, drückt Minister Seidel trotzdem aufs Tempo (s. OZ-Pressemedung) und redet in Unkenntnis der Situation nur von Borstgrasrasen als Hindernis, so Torsten Jelinski, Sprecher der Rügener Grünen.

Erst am letzten Freitag berichtete Umweltminister Backhaus in Lauterbach, dass das Projekt derzeitig nicht genehmigungsfähig ist. Es fehlen noch diverse Unterlagen und es sind viele Fragen offen geblieben. Auch sei die notwendige Beteiligung der EU-Kommission bei dem derzeitigen Stand der Unterlagen nicht möglich. Weiterhin sei eine abschließende Beurteilung der Belastungen, die auf unser Nachbarland Polen zukommen, ebenfalls noch nicht möglich. Auch Bundesumweltminister Gabriel hält den Standort Lubmin für sehr problematisch. Er will diesbezüglich mit seiner dänischen Amtskollegin Conny Hedegard sprechen, wie er auf Nachfragen von Torsten Jelinski gegenüber der Presse äußerte.

Nun sieht Seidel seine Felle davon schwimmen und drückt erneut auf Tempo. „Wenn Seidel eine schnelle Entscheidung will, so soll er doch diese nach Aktenlage herbeiführen. Das kann nur eine Ablehnung des Vorhabens sein“, erläutert Torsten Jelinski, Kreistagsmitglied der Grünen auf Rügen. „Offensichtlich will aber Seidel das Projekt durchpeitschen, obwohl dies der überwiegende Teil der Bevölkerung ablehnt und unser Land wirtschaftlich und touristisch ins Kohlezeitalter zurück wirft“. Seidel sollte sich um eine umweltverträgliche Entwicklung des Industriestandortes Lubmin mit arbeitsintensivem Gewerbe und die Entwicklung der erneuerbaren Energien kümmern. Auf der gestrigen Internationalen Solartagung in Wietow bei Wismar glänzte der Wirtschaftsminister wieder mit Abwesenheit. Es war lediglich ein Referent des Hauses anwesend, der erneut veraltete Zahlen präsentierte. Während das Wirtschaftsministerium 28 MW installierte Photovoltaikanlagen bis 2020 anstrebt, sind heute bereits über 50 MW installiert. Mit dem Denken von gestern wird das Wirtschaftsministerium keine zukunftsorientierte Politik für unser Land machen können. Alternativen zu DONG liegen dem Wirtschaftsministerium vor, erläutert Torsten Jelinski.

Bündnis 90/Die Grünen fordern Ministerpräsident Sellering auf, seinen Kohle-Minister Seidel zu bremsen. Während DONG als Investor nicht in der Lage ist, die erforderlichen Genehmigungsunterlagen für das Kohlekraftwerk Lubmin vorzulegen, drückt Minister Seidel trotzdem aufs Tempo und redet in Unkenntnis der Situation nur von Borstgrasrasen als Hindernis, so Torsten Jelinski, Sprecher der Rügener Grünen (s. Pressemeldung vom 04.08.2009).

Zum gleichen Thema äußert sich Minister Backhaus:

Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat der Forderung von Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) nach einer zügigen Entscheidung zum Bau des Steinkohlekraftwerks Lubmin eine Abfuhr erteilt. "Aus meiner Sicht ist mit einer schnellen Entscheidung des Genehmigungsverfahrens nicht zu rechnen", sagte Backhaus am Dienstag in Schwerin. So fehlten noch immer genehmigungsfähige Unterlagen des dänischen Investors Dong Energy. (Hier die ganze Meldung.)



   

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