Versteckter Baubeginn des Dong-Kraftwerks Lubmin?

Versteckter Baubeginn des Dong-Kraftwerks Lubmin?

Es sieht nach einem bösen Trick aus: Wahrend sich das Genehmigungsverfahrens zum Kohlekraftwerk hinzieht und die Erörterung gezeigt hat, dass es zahlreiche gravierende Risiken gibt, rattern auf dem Baugelände des DONG-Kraftwerkes bereits die Bulldozer.
Auf diesen Teilflächen der Energiewerke Nord werden seit Wochen große Erdmassen – bis zu 370.000 m3 - ausgehoben, angeblich für den Bau des Lärmschutzwalls, der mit dem B-Plan Nr. 1 geplant und mit dem Kohlekraftwerk nichts zu tun haben soll. Dafür läge sogar eine Baugenehmigung vor.
Pikanter Weise entsprechen der Erdaushub und die sonstigen Erdarbeiten genau der Teilflächenparzellierung des geplanten Kraftwerkes. Man kann also davon ausgehen, dass hier die Voraussetzungen für einen sofortigen Baubeginn geschaffen werden sollen. 
Offensichtlich hat sich die Firma Dong-Energy mit den Energiewerken Nord zu einer Allianz zusammengefunden um die zuständige Baugenehmigungs- und -aufsichtsbehörde in Anklam von der Dringlichkeit eines unverzüglichen Baubeginns zu überzeugen. Die Erteilung der Baugenehmigung stellt eine skandalöse Missachtung des bislang so hoch gepriesenen rechtsstaatlichen Genehmigungsverfahrens dar.
Die Einwender gegen das Kraftwerk und die Umweltverbände sowie deren Anwälte sind aufs Höchste beunruhigt, dass durch weitere Teilgenehmigungen vor Abschluss des laufenden öffentlichen Verfahrens neue Fakten geschaffen werden.


Dr. Klaus Kühnemann, Bürgermeister Lubmin