KREDO neu

Paradigmenwechsel in der Elektroenergieversorgung

Überarbeitetes Energiekonzept KREDO der BI für die Ostseeküste

Infolge zunehmender Windenergienutzung an den Küsten und auf See (offshor) entkoppeln sich Erzeugerzentren und Verbraucherschwerpunkte. Verstärkt wird dies noch in Vorpommern durch einen neu zu errichtenden fossilen Kraftwerkspark in Lubmin.
Die räumliche Entkopplung führt zu einem Paradigmenwechsel in der Elektroenergieversorgung. Dies wird an den Küsten am deutlichsten sichtbar, da der Strom nur nach einer Seite - wo kaum traditionelle Verbraucherschwerpunkte sind - abfließen kann.
Das erfordert einen Umdenkungsprozess. Die volatile (wetterabhängige), d. h. schwankende Stromerzeugung bedarf - neben ihrer Ableitung - eines ausreichenden regelfähigen Backups. Eine sinnvolle und nachhaltige Nutzung dieser erneuerbaren Energieressourcen ist deshalb nur im “Dreierpack“ mit konsequentem Netzausbau und regelfähigen Kraftwerks- und Speicherkapazitäten möglich.
Dass dies bisher in unzureichendem Maße erkannt und verarbeitet ist, beweist der derzeitige Status der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Hier besteht akuter politischer Handlungsbedarf.
Die privaten Energieversorgungsunternehmen (EVU) und der Markt richten es nicht. Die Windenergienutzung wurde gesetzlich aufoktroyiert. Das kollidiert aber wiederum mit den bisher genehmigten und im Bau befindlichen regelresistenten Großkraftwerken, die aus anderen gesetzlichen Vorschriften resultieren.
Dadurch bleiben Nachhaltigkeit, mehr Wettbewerb, weniger Importabhängigkeit, künftig bezahlbare Strompreise und CO2-Reduktion - bisher gefördert durch Steuermillionen - auf der Strecke.

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