Dadurch könne es in der Folge zur Aberkennung des Seebadstatus kommen. „Gerade dieser Punkt belastet Lubmin enorm. Schließlich denken wir auch über den Ausbau zum Luftkurort nach, was bei Belastungswerten – gemäß eines uns vorliegenden Gutachtens – von voraussichtlich 42,5 Prozent unmöglich ist“, sagte der Ortsvorsteher. Das Kraftwerk trage ohnehin nicht zur Attraktivität von Lubmin bei, aber noch schlimmer sei die Zerstörung von bisher Erreichtem. Darüber hinaus seien die Schallemissionswerte, die Dong in seinem Antrag angegeben hätte, deutlich zu niedrig bemessen. Zu dieser Aussage erhielt Kühnemann Rückendeckung von mehreren Abgeordneten. Man bezweifele stark, dass die berechneten Werte zutreffend seien. So seien weder in der Bauphase noch für die Betriebsphase realistische Größen veranschlagt worden. Auch dies werde den Standort Lubmin inakzeptabel belasten. Schließlich wies der Bürgermeister daraufhin, dass der für die Befürworter zwingende Nachweis des öffentlichen Interesses nicht hinreichend begründet sei.
Bei der anschließenden Abstimmung wurde seine Stellungnahme dann auch entsprechend mit sieben zu fünf Stimmen (bei zwei Enthaltungen) bestätigt. Wie weit die Einwände der Gemeinde am Ende berücksichtigt werden, bleibt abzuwarten. Fest steht jedenfalls, dass die Entscheidungsträger damit erneut auf starke Vorbehalte der Bevölkerung treffen. 

DIRK SIMON