Kreistagsentscheidung Rügen

Kreistag Rügens beschließt Mittel für Anwaltskosten

Frau Zorn, Bürgermeisterin von Thissow, die wir spätestens von den Greifswalder Erörterungen als engagierte Frau kennen, die dort mehrfach ihrem Namen alle Ehre machte, hatte am Dienstag, dem 02.12.2008, im Finanzausschuss des Landkreises Rügen Torsten Jelinskis Beitrag vorgelesen. Diesen hatte er unter der Überschrift: „Meine Heimat“ im Erörterungsverfahren den Behörden und DONG zu Bedenken gegeben hat.

„Ich möchte die Herren und Damen der Genehmigungsbehörde und besonders die Herren und Damen der DONG-Vertreter bitten, sich das folgende Bild einmal mit mir gemeinsam genauer anzuschauen:

Bild Rügen

Dieses Bild zeigt einen Ausschnitt aus unserer Heimat auf den Greifswalder Bodden, an den Sie einen jährlich 4,2 Mill. t Kohle verbrauchenden Pechkohlemeiler stellen wollen. Wir konnten erfahren und lernen, dass der Ausstoß von stündlich 4,3 Mill. cbm Abgas mit vielen gefährlichen gesundheits- und naturschutzgefährlichen Stoffen versehen, angeblich keine Auswirkungen haben soll. Darüber hinaus sollen täglich 2 t Feinstaub keine Auswirkungen auf diese einmalige Naturlandschaft haben. Diese Ansicht kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Der Bau Ihres Kohlekraftwerkes und die Inbetriebnahme führen zur unwiederbringlichen Zerstörung unseres Naturparadieses. Nach der Inbetriebnahme, sollte sie jemals erfolgen, wird nichts mehr so sein, wie es zum jetzigen Zeitpunkt ist....“

Nachdem in 10 Punkten alle Probleme, die die Dong-Investition für die Region mit sich bringen würde, erklärt wurden, folgen noch zwei praktische Beispiele, wie in der Vergangenheit vergleichsweise kleine Anträge vom StAUN „behandelt“ wurden.

Die ganze Rede kann hier gelesen werden.

Am folgenden Mittwoch wurde dann im Plenum des Kreistages ein Antrag der Fraktion der FDP eingereicht, für das zu erwartenden Klageverfahren gegen DONG 20.000 Euro in den Haushalt 2009 das Landkreises Rügen einzustellen. Dieser wurde sofort bestätigt, was sicher auch einer weiteren Argumentation von Frau Zorn zu verdanken ist. Also an den voraussichtlichen Kosten für den Rechtsanwalt Goilen in Höhe von 170.000 Euro im Jahre 2009 wird sich der Landkreis Rügen mit 20.000 Euro beteiligen! Ein nachahmenswertes Beispiel!!