Bericht von der Jahreshauptversammlung der BI „Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin“ e.V. in Koserow

Am 18. April 2009 fand in Koserow die Jahreshauptversammlung statt, auf der nach Ablauf der zweijährigen Amtszeit satzungsgemäß ein neuer Vorstand zu wählen war. Der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden brachte manchem der etwa 30 Anwesenden Mitglieder schon Vergessenes wieder in Erinnerung. Es wurde jedenfalls eindrucksvoll klar, dass sehr viel Freizeit für unsere Sache eingesetzt wurde. Und nicht nur Zeit, sondern auch Geld, wie der Schatzmeister berichtete: Im laufenden Jahr wurden durch Beiträge und Spenden 21.391,70 € eingenommen und der größte Teil davon für Gutachten und Anwaltskosten ausgegeben (die bisherigen Kosten aller „Gegner“ belaufen sich auf über 100.000 €).

Es wurde darauf hingewiesen, dass weitere Anwaltskosten durch Einsichtnahme der von Dong nachzureichenden Unterlagen entstehen. Dies und weitere notwendige Gutachten erfordern bis Endes des Jahres 2009 weitere 60.000 Euro! Wir sind also auf weitere Spenden dringend angewiesen! Nebenbei sollte es Ehrensache sein, die Beiträge püntklich zu zahlen,

500 Euro stehen noch aus insgesamt.

Lobende Erwähnung fand das Vorgehen der Gemeinde Karlshagen, die in ihrem Jahreshaushalt 2,- Euro pro Einwohner für den Fall einer erforderlichen Klage gegen eine Genehmigung des Kraftwerkes eingestellt hat. Andere Gemeinden sollten diesem Beispiel folgen!

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Da alle Vorstandsmitglieder erneut kandidierten und keine weiteren Kandidaturen vorlagen, erfolgte auf Beschluss die Abstimmung im Block mit dem Ergebnis einer einstimmigen Wiederwahl des gesamten Vorstandes.

In der Diskussion wurde u.a. der erneute Vorstoß von Dong Energy zur Schadstoffreduzierung in einer Pressemeldung als wiederholte „Volksverdummung“ ohne überprüfbare Argumente abgetan. Welche Rolle die geplanten Gaskraftwerke, die jetzt stärker in den Blick geraten, für die BI spielen, wurde ebenfalls diskutiert. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, dass ein GuD-Kraftwerk genügt. Leider ist eine Wärmeauskopplung wegen fehlenden Bedarfs nicht möglich. Kühltürme als Alternative zur Boddenerwärmung wären sinnvoll und zur Gewährleistung einer Regelfunktion für Windkraft ist eine Novellierung der Kraft-NAV erforderlich.

Zur Erinnerung noch einmal unsere Bankverbindung: Konto der BI Usedom: Bürgerinitiative "Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin" e.V., Sparkasse Vorpommern,
BLZ: 150 505 00,
Kto.-Nr.: 37000 1052.