Neues Patent hilft Heizkosten sparen

Ostsee-Zeitung l Wochenendausgabe, 26. April 2008 | 012 l 268 Wörter
Neues Patent hilft Heizkosten sparen

Diplomingenieur Dietmar Uhlir, der mit seinem Unternehmen M & V Energieberatung in Bargeshagen ansässig ist, ist der Geheimtipp für Bauherren und Hausbesitzer, die bares Geld sparen wollen. Denn Öl- oder Gasbrenner, die häufig starten und jeweils nur eine kurze Zeit laufen, verschwenden Energie, belasten die Umwelt stark und unterliegen einem erhöhten Verschleiß. Ein Bremer Energiemeister hat ein System erfunden, das diese Probleme löst. Es heißt „Minitact“, kann die Brennstoffkosten bis zu 50 Prozent und den Schadstoffausstoß bis zu 70 Prozent senken. Eine normale Heizungsanlage startet den Brenner bis zu 40 000 Mal im Jahr, Brennwertgeräte zum Teil noch öfter. Er ist im Durchschnitt nie länger als vier Minuten in Betrieb, uneffektiv wie ein Auto, das nur im Stadtverkehr unterwegs ist. Das bedeutet, dass von 3000 Litern Heizöl nur 1200 bis 1800 Liter Öl zur Erwärmung der Räume genutzt werden. Außerdem erreicht ein Gas- oder Ölbrenner erst nach drei bis sechs Minuten nach dem Start sein optimales Betriebsverhalten.
Das „Minitact“-Prinzip schafft auf einfache Art Abhilfe: Der Warmwasserspeicher, der normalerweise nur für die Warmwasseraufbereitung genutzt wird, ist mittels eines Spezialspeichers und einer bestimmten hydraulischen Schaltung mit dem Heizkreis gekoppelt. So stellt er seinen Inhalt als Puffer für die Raumheizung zur Verfügung. Wird Energie verbraucht, so wird erst dieser Pufferspeicher geleert, bevor der Brenner wieder anspringt. Er wird nur noch bis zu 4000 Mal im Jahr gestartet. So kann mit „Minitact“ der Jahresnutzungsgrad einer Heizung auf über 90 Prozent angehoben werden. Sämtlich alternativen Energien können mit einbezogen werden. Internet: www.minitact.de