Leserpost: Bürgerschaft sollte sich nicht mit Scheingefechten befassen

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Ostsee-Zeitung l Donnerstag, 03. April 2008 | Hansestadt Greifswald l 607 Wörter
Leserpost: Bürgerschaft sollte sich nicht mit Scheingefechten befassen

Erwin Rosenthal, Hoher Graben, äußert sich zu „Greifswalder fürchten um guten Ruf“ (OZ vom 2. April): Die Stadtverordneten fürchten um den guten Ruf ihrer Stadt. Wenn schon nicht die Stadt, so soll wenigstens deren Name sauber bleiben. Dong Energy und die Kraftwerksgegner sollen aus diesem Grunde überzeugt werden, den Namen Kraftwerke Greifswald tunlichst nicht zu verwenden. Schilda lässt grüßen. Wie wäre es denn, wenn man zugleich versuchte, die Begriffe CO2-Emission, Erderwärmung und Klimakatastrophe auszumerzen und die Erde auf diese Weise „sauber“ zu erhaltten? Oder: Greifswald wird zum Schutz vor dem Kohlekraftwerk mit einem zwei Meter hohen Maschendrahtzaun umgeben. So könnte man die Befürchtungen der Studenten und der potenziellen Hotelgäste mit einem Schlage ausräumen! Es gibt zu denken, dass sich die Bürgerschaft mit solchen Scheingefechten befasst, statt dem Übel (sprich der geplante Kraftwerksbau) an die Wurzel zu gehen. Das wäre wahren Volksvertretern würdig!

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Zum gleichen Beitrag schreibt Dirk Gahrmann aus der Caspar-David-Friedrich-Straße:
Wenn Herr Axel Hochschild von der CDU und seine Parteifreunde meinen, dass der Begriff Kernkraftwerk Greifswald seiner Zeit auch keinen Imageschaden hervorgerufen habe , dann frage ich mich, in welcher Zeit Herr Hochschild lebt und wovon er redet? Hat er vergessen, dass der Tourismus zu DDR- Zeiten keine Rolle spielte, man war froh, wenn man überhaupt einen Ferienplatz erhielt.

Vertröstungsaktion ist Zumutung