32000 mal Nein zum Kraftwerk in Lubmin

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Ostsee-Zeitung l Donnerstag, 17. April 2008 | Titelseite l 126 Wörter
32000 mal Nein zum Kraftwerk in Lubmin

Schwerin (OZ/AP) Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern muss sich wohl erneut mit dem geplanten umstrittenen Steinkohlekraftwerk Lubmin an der Ostseeküste befassen. Gegner des Zwei-Milliarden-Vorhabens des dänischen Investors Dong Energy haben gestern in Schwerin 32 000 Unterschriften an Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider übergeben. Das ist etwa die doppelte Anzahl der nötigen Unterschriften für eine Volksinitiative, die den Landtag dazu drängen will, das Thema zu erörtern. Zunächst werden die Unterschriften aber vom Landeswahlleiter auf ihre Gültigkeit geprüft. Ursprünglich sollte bereits in diesem Jahr mit dem Kraftwerksbau begonnen werden. Das Vorhaben stößt wegen der befürchteten Auswirkungen auf Umwelt und Tourismus unter anderem bei Umweltverbänden, der Linkspartei, den Grünen und regionalen Tourismusverbänden auf Widerstand.

Seite 2: Kommentar
siehe Presseartikel: Umgang mit Kraftwerksgegnern - Unrühmlich

 

Kohlekraftwerk Lubmin

32 000 Unterschriften innerhalb von 7 Wochen gegen das Kohlekraftwerk Lubmin. „Die schreiende Minderheit, Egoisten, Fundamentalisten (warum nicht gleich Terroristen?) usw.“ sind das sicher nicht. Wir sind vier BI's, vier Umweltverbände, Wissenschaftler, Ärzte, Politiker, Unternehmer, Rentner, Parteilose und ganz normale Bürger, die reichlich Zeit und Kraft nur für ein Ziel einsetzen: ein klares Nein! zu diesem unsinnigen Projekt der Landesregierung zu sagen. Und zwar mehrmals sachlich und fachlich begründet. Kohle aus Australien und Südafrika, Strom nach Österreich, Holland, Lübeck, Schadstoffe für M-V. Ist das unsere Zukunft? Wann wird die Landesregierung sich endlich zur Meinung des Volkes, das sie wählt, bekennen? Oder muss es erst so weit kommen, dass sie sich mit 20%-iger Wahlbeteiligung demokratisch weiter wählen und dabei feiern lassen?
An DONG kann ich nur einen Appell richten: mit diesem Kohlekraftwerk sind Sie vom Volk hier nicht erwünscht, haben Sie doch ein bisschen Respekt vor den Einwohnern und nehmen Sie endlich Abstand von diesem Vorhaben. Sie sind aber herzlich willkommen mit modernen, umweltfreundlichen Technologien, die Arbeitsplätze in der Region schaffen und die Umwelt schonen.

Waleri Lobanowitsch aus Kröslin