Windkraft in der Planungsregion Vorpommern

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Ostsee-Zeitung l 5. April 2008
Mehr Windkraft für Vorpommern

Greifswald In der Planungsregion Vorpommern (NVP, OVP, UER, RÜG, HGW und HST) laufen Planungen für 47 zusätzliche Windkraftanlagen mit einer Leistung von etwa 85 Megawatt.

„Basis aller gegenwärtigen und künftigen Vorhaben sind das Regionale Raumordnungsprogramm Vorpommern von 1998 und der Entwurf des Regionalen Raumentwicklungsprogramms“, erläutert Christiane Falck-Steffens, die Leiterin des Amtes für Raumordnung und Landesplanung.
Mit der Ausweisung von Eignungsräumen wird der „Verspargelung“ der Landschaft entgegen gewirkt. Im aktuellen Entwurf des Raumentwicklungsprogramms werden sechs neue für Windparks geeignete Flächen (insgesamt 1100 ha) ausgewiesen. „Innerhalb der gegenwärtig vorhandenen Eignungsgebiete stehen 313 Anlagen mit 415 MW Leistung“, berichtet Christiane Falck-Steffens. Dazu kommen 150 Windkraftanlagen, die außerhalb der im Raumordnungsprogramm von 1998 entstandenen Eignungsräume errichtet wurden und in der Regel nur wenig Strom produzieren – insgesamt aber doch 150 Megawatt.

Das sind insgesamt über 460 Windmühlen. „Damit verfügt die Planungsregion über 40 Prozent der Anlagen des Landes“, stellt Christiane Falck-Steffens fest. „Die Region hat entscheidend dazu beigetragen, dass in Mecklenburg-Vorpommern mehr als ein Drittels des Bedarfs durch Windstrom gedeckt wird.“ In Zukunft sollen mehrere Windparks in der Ostsee entstehen. Werden sie Realität, wird MV zum Energieexporteur. Der Strom soll überwiegend über Vorpommern ins Netz eingeleitet werden. Der Planungsverband hat namentlich aus Naturschutzgründen und erwarteten Problemen für den Tourismus bisher alle Offshore-Anlagen abgelehnt, umfangreiche Stellungnahmen verfasst, sich an Bundestagsabgeordnete gewandt. Allerdings haben die Einsprüche keine rechtliche Bedeutung. E.Ob.