Energiekonzept: Ab 2050 will MV sauber bleiben

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Ostsee-Zeitung l Mittwoch, 25. März 2009 | Mecklenburg-Vorpommern
Energiekonzept: Ab 2050 will MV sauber bleiben

Schwerin (dpa) Nach monatelangem Ringen haben sich die Regierungsparteien SPD und CDU auf die Grundzüge eines langfristigen Energiekonzeptes für MV geeinigt. Ziel ist es, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen weiter voranzutreiben und Kohle, Öl oder Gas schrittweise zu ersetzen. „Als erstes Bundesland werden wir festschreiben, dass ab dem Jahr 2050 bei uns keine fossilen Brennstoffe mehr zur Stromerzeugung genutzt werden“, hob SPD-Umweltexperte Gottfried Timm gestern in Schwerin hervor. Damit ist aber gleichzeitig gesichert, dass bei einer Baugenehmigung für das Steinkohlekraftwerk in Lubmin die kalkulierte Laufzeit von 30 bis 40 Jahren erreicht werden könnte. Das Projekt ist ein Streitthema zwischen SPD und CDU. Die Union wertete den Beschluss der SPD-Fraktion als Ende der Verweigerungshaltung der SPD zu dem von Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) vorgelegten Konzept „Energieland 2020“. „Die angemerkten Punkte hätte bereits vor 14 Tagen in der Konzeption fixiert sein können“, erklärte der energiepolitische Fraktionssprecher Matthias Lietz.