IHK Nord warnt vor Energieengpass ab 2020

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IHK Nord warnt vor Energieengpass ab 2020
17.02.2009: Neubrandenburg/MVregio Die in der IHK Nord zusammengeschlossenen 14 Industrie- und Handelskammern (IHK) in Norddeutschland warnen vor einem Energieengpass spätestens ab dem Jahr 2020.  
Ursache für die sich abzeichnende Versorgungslücke sei die bis 2030 geplante Abschaltung von 35 Kraftwerken in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, sagte der Präsident der IHK Nord, Manfred Ruprecht, am Dienstag auf einem Energieforum in Neubrandenburg.

Damit würden 91 Prozent der gegenwärtig in Norddeutschland bestehenden Kraftwerkskapazitäten von insgesamt 17 000 Megawatt vom Netz gehen. Dem stünden 20 geplante Neubauten konventioneller Kraftwerke mit einer Kapazität von 19 000 Megawatt gegenüber. Drei dieser Neubauten seien allerdings schon in der Planungsphase gescheitert, nur fünf Kraftwerksprojekte hätten derzeit gute Chancen zur Realisierung. Um die Lücke zu schließen, müssten neue fossile Kraftwerke zügig genehmigt, im Bedarfsfall Laufzeiten von Kernkraftwerken verlängert und der Bau von 60 geplanten Offshore-Windanlagen in Nord- und Ostsee beschleunigt werden, forderte Ruprecht.

An dem Treffen nehmen etwa 600 Vertreter aus Wirtschaft und Politik teil, unter ihnen ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

MVregio Landesdienst mv/nb