Kraftwerk Lubmin: Polen prüft länger

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Ostsee-Zeitung l Dienstag, 21. April 2009 | Mecklenburg-Vorpommern
Kraftwerk Lubmin: Polen prüft länger

Lubmin (dpa) Polen will mögliche Auswirkungen des rund 30 Kilometer von seiner Grenze entfernt geplanten Steinkohlekraftwerks in Lubmin auf seine westlichen Ostsee-Badeorte prüfen. Neben Informationen zur etwaigen Feinstaubbelastung für Swinemünde und Misdroy will Polen auch Aussagen darüber, inwieweit das Vorhaben des dänischen Energiekonzerns Dong Energy zu Erwärmung und Nährstoffanreicherung in der Pommerschen Bucht führen könnte. Das sagte Ryszard Zakrzewski vom polnischen Umweltministerium gesterb bei einem Besuch in Lubmin.

Eine Delegation hatten sich im Rahmen von grenzüberschreitenden Konsultationen mit Umweltminister Till Backhaus (SPD) und Vertretern der Genehmigungsbehörden über das geplante Projekt am Greifswalder Bodden informiert. Wie Zakrzewski erklärte, wird sich die ursprünglich für Anfang Mai geplante Stellungnahme Polens zu dem Projket verschieben. Man wolle die überarbeiteten Antragsunterlagen des Investors abwarten.

„Wir stehen auf dem Standpunkt, dass wir alle Unterlagen umfassend erhalten sollen, um eine Stellungnahme abgeben zu können.“ Vertreter der Bürgerinitiativen hatten vor den offiziellen Behördengesprächen auf einem von ihnen arrangierten Treffen eine CD mit dem Nachforderungskatalog überreicht und auf die rund 9000 Einwendungen gegen das Kraftwerk verwiesen.