Riesige Mengen Material müssen gesichtet werden

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Ostsee-Zeitung l Donnerstag, 27. November 2008 | Mecklenburg-Vorpommern l 245 Wörter
Riesige Mengen Material müssen gesichtet werden

Über den weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens sprach die OZ mit Reinhard Stahlberg, Chef des Staatlichen Amtes für Natur und Umweltschutz (StAUN) Stralsund. OZ: Wie geht es weiter?

Stahlberg: Drei Teams werden das Material sichten und eine Liste erstellen, welche Unterlagen der Investor noch nachliefern muss. OZ: Wurden alle 9000 Einwendungen berücksichtigt?

Stahlberg: Es wurden alle Komplexe abgehandelt, um die es in den Einwendungen ging. Das heißt, jeder Einwender findet sein Anliegen wieder. OZ: 13 Verhandlungstage waren geplant, 16 sind es geworden. Warum hat es länger gedauert? Stahlberg: Wir haben uns die Zeit genommen, die nötig war, um alles zu debattieren. Da das Programm sehr umfangreich war, hatten wir diese Reservetage eingeplant. OZ: Wie viel Material muss gesichtet werden? Stahlberg: 160 Seiten Niederschriften von den Erörterungen mit Anlagen, 130 Stunden Tonbandaufzeichnung sowie die Antragsunterlagen.

OZ: Was muss der Investor nachreichen? Stahlberg: Aussagen zu Schallemission und Schadstoffeintrag, besonders Quecksilber, sowie zur Phytoplankton-Entwicklung nach der Einleitung von Warmwasser und Nährstoffen. Zudem muss beim Artenschutz der Antragauf Ausnahmegenehmigung vervollständigt werden. OZ: Wann fällt die Entscheidung?

Stahlberg: Das lässt sich nicht sagen. Es hängt davon ab, wann der Investor die Unterlagen bringt und wann die EU-Stellungnahme wegen des Eingriffs in die Natura 2000-Region eintrifft. Das könnte länger als sechs Monate dauern. Interview: E. E. 


StAUN-Chef Reinhard Stahlberg.