Kaspars Kritik an Kanehl trifft sie selbst

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Ostsee-Zeitung l Wochenendausgabe, 14. März 2009 | Insel Usedom links
Kaspars Kritik an Kanehl trifft sie selbst

Ostvorpommern Bei der Nominierungsveranstaltung der sozialdemokratischen Kandidaten für die Kreistagswahl am 7. Juni sind am Donnerstagabend wichtige Entscheidungen gefallen. Wie Katharina Feike gestern sagte, wurden folgende Bewerber in den einzelnen Bereichen als Spitzenkandidaten nominiert: für Anklam Stadt und das Amt Züssow Dr. Uwe Schulz; für Anklam-Land Erhard Storch; für das Amt Landhagen Lothar Brandt; für das Amt Lubmin Frank Tornow; für Wolgast Jürgen Kanehl; für das Amt Usedom-Nord Björn Labahn; für das Amt Usedom-Süd Detlef Winterfeldt und für die Kaiserbäder Katharina Feike. 
Daraus lasse sich, so die stellvertretende Kreisvorsitzende, unschwer ablesen, dass Karin Kaspar aus Grüssow – die bereits dem jetzigen Kreistag angehört – keinen Spitzenplatz zugesprochen bekommen habe. Laut Feike sei Kaspar „von einigen Listen gepurzelt“, auf anderen aber nominiert worden. In gewisser Weise sei damit die Kritik Kaspars am Wolgaster Ex-Bürgermeister Jürgen Kanehl auf sie selbst zurück gefallen. Sie hatte vorab erklärt, Kanehl wegen seines klaren Votums für die Dong-Pläne zur Errichtung eines Steinkohlekraftwerkes in Lubmin nicht wählen zu können. Darüber war es parteiintern zu heftigen Kontroversen gekommen. 
Das geplante Kraftwerk sei am Mittwochabend inhaltlich nicht thematisiert worden, so Feike. Im Wahlprogramm spreche sich die Partei für die Entwicklung des Energiestandortes Lubmin aus – aber im Einklang mit den Belangen des Tourismus. Außerdem fordere die regionale SPD ein Hafenkonzept für Ostvorpommern, Radwege und im sozialpolitischen Bereich die Erarbeitung eines neuen Schulkonzeptes. „Und unser Wunschkind bleibt ein 24-Stunden-Kindergarten“, versicherte Feike. ST. ADLER