Neue Rettungsversuche von DONG

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Ostsee-Zeitung l Leserbrief von Theo Kaufmann aus Koserow | 06.02.2009
Neue Rettungsversuche von DONG

Trotz ihrer armseligen Argumente für den Bau des SKW in Lubmin beim Anhörungsverfahren im Nov. 2008, die sie gegen die Kraftwerksgegner hervorbringen konnten, hat die Firma DONG einen erneuten Rettungsversuch ihres Vorhabens gestartet.
Die angekündigten Verbesserungen sind in ihrer Durchführbarkeit und ihrer Wirksamkeit sehr anzuzweifeln.
1. Auch verbesserte Filter sind nicht in der Lage, die Feinstpartikel zurückzuhalten, welche tief in die Lunge eindringen und dort die Krebsstoffe abladen.
2. Die selbstaufgelegte Reduzierung des Ausstoßes von Schwefel- und Stickstoffverbindungen, wie auch die Senkung der Quecksilberwerte auf ein Fünftel des Ausgangswertes, ist mehr als unglaubwürdig, da es erhebliche Kraftwerksveränderungen und eine bessere Kohlequalität voraussetzen würde. Außerdem gibt es keine Garantie dafür, daß die Versprechungen wirklich eingehalten werden und nach Inbetriebnahme des SKW nicht wie Luftblasen zerplatzen. 

Selbst wenn die prognostizierten Ankündigungen einträfen, bliebe immer noch das Vibrionenproblem, an dem kein Weg vorbei führt, wenn das Kühlwasser des Kraftwerkes den Bodden aufheizt. Es ist ein ehernes biologisches Gesetz, daß bei verbesserten Lebensbedingungen, und das wäre hier eindeutig der Fall, eine exponentielle Vermehrung der Vibrionen mit schweren Krankheitsfällen zu erwarten sind.
Die angekündigten Verbesserungen an dem geplanten Kraftwerk sind in ihren Auswirkungen, sollten diese überhaupt eintreten, insbesondere für den Menschen in großem Umkreis des Kraftwerkes unwirksam, was die Verhinderungen von Gesundheitsschäden angeht. 
Der Tourismus ist unverändert gefährdet, ebenso wie der Seebäderstatus in einigen Regionen. Die Planung des SKW in Lubmin avanciert immer mehr zu einem Schildbürgerstreich.