BUND MV: Kinoabend + Podiumsdiskussion zum Klimawandel in MV

BUND und "Das Capitol" präsentieren in einer Sondervorstellung: "Unsere Erde" - Das Dokumentarfilmereignis des Jahres
Anschließend Podiumsdiskussion zum Klimawandel in Mecklenburg-Vorpommern/ Freikarten zu gewinnen

Kinoabend Sondervorstellung: Unsere Erde - Das Dokumentarfilmereignis des Jahres Am Donnerstag, dem 29.05.2008 lädt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)gemeinsam mit dem "Capitol", dem Festspielkino in Schwerin, zu einer Sondervorführung des Dokumentarfilms "Unsere Erde" mit anschließender Podiumsdiskussion zum Klimawandel in Mecklenburg-Vorpommern. Beginn der Veranstaltung ist 19.30 Uhr. Sie endet ca. 22.15 Uhr. Für die Vorstellung gilt ein ermäßigter Eintritt von 5,00 Euro. Der BUND kann dank der freundlichen Unterstützung durch die Universum Film GmbH München 20 Freikarten verlosen. Interessenten beantworten bitte folgende Frage: Nennen Sie drei Standorte in Deutschland, an denen Kohlekraftwerke gebaut werden sollen. Die Antwort kann per Post oder per E-Mail unter Angabe der Telefonnummer an den BUND Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., Zum Bahnhof 20, 19053 Schwerin oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. übermittelt werden. Die Gewinner der Freikarten werden telefonisch informiert.
Im Anschluss an die Filmvorführung wird eine Podiumsdiskussion zahlreichen Fragen des Klimawandels nachgehen. Wir laden die Kinobesucher ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.
Als Diskutanten sind im Podium vertreten: Sophokles Tasioulis, Produzent des Films "Unsere Erde"; Dr. Arnold Fuchs, Leiter der Abteilung Energie, Immissionsschutz, Abfallwirtschaft im Wirtschaftsministerium M-V; Prof. Wolfgang Methling, Fraktionsvorsitzender der Partei DIE LINKE im Landtag und Umweltminister a.D.; Dr. Ditmar Schmidt, Geschäftsführer Solarzentrum Wietow; Dr. Joachim Dippner, Institut für Ostseeforschung Warnemünde


Hintergrund: Ob "Knut" oder "Flocke" -- der Medienrummel um die Eisbärenbabies in den deutschen Zoos ist uns noch in Erinnerung. Weit weniger bekannt ist, dass die Eisbären in freier Wildbahn um ihr Überleben kämpfen. Der menschengemachte Klimawandel verändert dramatisch ihren Lebensraum. Die Packeisdecke des arktischen Ozeans, auf der die Eisbären leben, wird von Jahr zu Jahr kleiner und brüchiger. Die Jagd auf Robben ist auf dem dünnen Eis kaum noch möglich, die Tiere müssen verhungern.
Mit Bildern wie die eines Eisbären, der, um dem Hungertod zu entgehen, verzweifelt versucht, einen See-Elefanten zu erbeuten, erreicht der Dokumentarfilm "Unsere Erde" weltweit ein Millionenpublikum. Mit spektakulären Aufnahmen, welche die Pracht unseres Planeten feiern, aber auch seine Verletzlichkeit zeigen, ist er ein eindringlicher Appell an die Vernunft der Menschheit, alles gegen die schnelle Erderwärmung mit all ihren katastrophalen Folgen zu tun. So ist nicht sicher, ob die Eisbären -- nach dem Kodiakbären die größten Landraubtiere der Erde -- in freier Wildbahn überleben werden. Die wäre nicht nur eine ökologische, sondern auch eine ethisch-moralische Katastrophe.
Nicht nur in fernen Regionen führt der Klimawandel zu Veränderungen. Bis zum Ende des Jahrhunderts, so prognostiziert der jüngste Klimabericht der Landesregierung, kann es zu einer Erwärmung um bis zu 3 Grad Celsius auch in Mecklenburg-Vorpommern kommen. Trockene Sommer und niederschlagsreiche Winter werden häufiger werden. Dies hat Auswirkungen auf zahlreiche Wirtschaftszweige. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) betragen die Kosten, die für Schäden des Klimawandels in Deutschland entstehen, in den kommenden 50 Jahren 330 Milliarden Euro. Hinzu kommen 170 Milliarden Euro für die Anpassung an die neuen Bedingungen. Beispielsweise müssten Deiche gebaut, Hitzewarnsysteme eingerichtet, Gebäude besser isoliert und gekühlt werden. Der Klimawandel führt im Endeffekt in den kommenden 50 Jahren durchschnittlich zu realen gesamtwirtschaftlichen Wachstumseinbußen von bis zu 0,5 Prozentpunkten pro Jahr. Deshalb fordern neben den Umweltverbänden nun auch führende Wirtschaftsexpertinnen, wie Professor Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): "Wir benötigen nichts Geringeres als eine Energierevolution".
Was bedeutet dies für Mecklenburg-Vorpommern? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Energiepolitik des Landes? Können wir beispielsweise ein neues Steinkohlekraftwerk Lubmin mit einem Ausstoß von jährlich 10 Millionen Tonnen Kohlendioxid verantworten? Gibt es Alternativen?
Diese Fragen werden am Abend des 29.05.2008 im Anschluss an das Kinoereignis im Kino "Das Capitol" mit einem prominent besetzten Podium diskutiert. Die Kinobesucher sind eingeladen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.

V.i.S.d.P: Arndt Müller (Dipl.-Biol.), BUND M-V, Referent für Naturschutz, Tel. 0385-565470
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Arndt Müller (Dipl.-Biol.)
Naturschutzreferent
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern Zum Bahnhof 20
19053 Schwerin
Tel.: 03 85 / 56 54 70
Fax : 03 85 / 56 36 61
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