Neues Kohlekraft in Berlin verhindert         hier der Link zum BUND-net Beitrag

Nach massivem Widerstand des BUND und weiterer Verbände will Vattenfall seine Neubaupläne für ein Kohlekraftwerk in Berlin-Lichtenberg stoppen.
Nach Informationen aus der Senatsverwaltung soll das alte Kraftwerk Klingenberg nun nicht durch die geplante 800 Megawatt-Dreckschleuder ersetzt werden.

Stattdessen soll offenbar ein Gaskraftwerk mit deutlich geringerem CO2-Ausstoß gebaut werden. Der jetzt verhinderte Steinkohle-Block hätte jährlich bis zu 4,5 Mio. Tonnen CO2 und enorme Mengen an gesundheitsschädlichen Schad- und Giftstoffen in die Berliner Luft geblasen.
Öffentlicher Druck zwingt Vattenfall zur Planänderung

Die Kampagne des BUND und des Bündnis Berlin-sagt-nein hat den Berliner Senat gegen das Kraftwerk eingestimmt: Im Juni letzten Jahres stimmten alle Fraktionen einem Antrag gegen die Vattenfall-Planungen zu. Die Kampagne hat ihren Druck unter anderem mit der Ankündigung eines möglichen Volksbegehrens stetig erhöht. Vattenfall musste letztendlich einsehen, dass das Kohlekraftwerk politisch nicht durchzusetzen ist.

Was in Berlin gilt, gilt aber auch in ganz Deutschland: Der Energiekonzern muss jetzt alle Neubaupläne für Kohlekraftwerke revidieren und statt auf Kohle und Atom konsequent auf erneuerbare Energien setzen.

Die Berliner Politik ist aufgefordert, endlich das längst überfällige Konzept für eine nachhaltige Energieversorgung der Stadt vorzulegen. Der BUND Berlin wird am 30. März zusammen mit der Klima-Allianz ein alternatives Versorgungskonzept präsentieren.
BUND kämpft gegen weitere neue Kohlekraftwerke

Der BUND ist an vielen weiteren Standorten von geplanten Kohlekraftwerken aktiv- und erfolgreich. Mit Protesten, Klagen und Einwendungen.
Weitere Erfolge

Im Jahr 2008 konnte der BUND bereits zwei Kohlekraftwerksplanungen von seiner Liste streichen. Die EnBW musste nach starken Protesten vor Ort und einer Mehrheit im Gemeinderat gegen das Projekt ihren Plan, in Germersheim ein 800 MW Steinkohlekraftwerk zu bauen, beerdigen. Auch die Planungen von Evonik in Herne wurden aufgegeben.

In Hamburg wurde das Vattenfall-Kraftwerk zwar genehmigt, aber dies – wegen der großen Proteste – mit hohen Auflagen. Und der BUND hat bereits Klage eingereicht, um das Kraftwerk komplett zu verhindern.

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Aktuelle Entwicklungen

In Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) scheint ein großer Erfolg möglich. Die Planungen des dänischen Investors Dong Energy für ein riesiges Steinkohlekraftwerk am Greifswalder Bodden sind ins Stocken geraten. Der BUND und die Bürgerinitiativen haben den Erörterungstermin im Genehmigungsverfahren genutzt, um auf etliche Schwachstellen im Genehmigungsantrag hinzuweisen. Außerdem ist es gelungen, die politische Stimmung im Mecklenburg-Vorpommern zu drehen: Viele führende Sozialdemokraten sprechen sich inzwischen klar gegen das Kohlekraftwerk aus. Der BUND wird alles daran setzen, dass dieser Klimakiller nun wirklich gestoppt wird.

Auch in Düsseldorf hat sich der Wind gedreht. Nach monatelanger Arbeit durch den BUND und das Bündnis „Astrhein“ sind inzwischen alle Fraktionen des Stadtrates gegen das (von den Stadtwerken zusammen mit der EnBW geplante) Kraftwerk. Der BUND arbeitet daran, dass die Stadtwerke nun tatsächlich ihre Planungen zurückziehen. Mehr...