Freitag, 11. April 2008, 15:32 Uhr l Beitrag von: O-PT-S

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Von den Alpen bis an die Ostsee - gemeinsamer Kampf gegen das Kohlekraftwerk Lubmin

Die Grünen in Greifswald und Ostvorpommern und sieben weitere grüne Orts- und Kreisverbände aus Deutschland und Österreich kämpfen gemeinsam gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin.

Dazugekommen sind: aus Deutschland Lübeck, Bad Vilbel, Mühldorf, Traunstein, Viernheim, Schwabach, Vogelsbergkreis und aus Österreich Innsbruck und Salzburg.

Sieben Stadtwerke aus Deutschland und Österreich wollen sich an dem geplanten Steinkohlekraftwerk Lubmin beteiligen. In Österreich soll der Strom lediglich die heimischen Strompreise drücken. Das etwa will die Innsbrucker IKB-AG durch eine Option für den Strombezug aus Lubmin. Die CO2-Bilanz Österreichs bleibt dabei unbelastet.

Durch die Beteiligung können die Stadtwerke auch die Klimabilanz ihrer Heimatregionen beschönigen. Wer kein Steinkohlekraftwerk vor der Haustür hat, muss auch nicht fürchten, dass seine Region als Klimasünder verschrien wird. Die internationale Zusammenarbeit der GRÜNEN zeigt auf, dass eine Verlagerung klimafeindlicher Anlagen das Gesamtproblem des Klimawandels nicht verringert. Dass bei dieser Beteiligung das Wohl der Kundinnen und Kunden in den Vordergrund gestellt wird, ist eine Farce. Ab 2013 werden die CO2-Zertifikate nicht mehr gratis an die Energiewirtschaft verteilt, sondern versteigert. Das erhöht den Preis für jede emittierte Tonne CO2. Der Strompreis aus der Kohleverstromung wird sich dann so stark erhöhen, dass er langfristig über dem Preis der Windkraft liegt. Schon jetzt wird der Preis der bereits bestehenden CO2-Zertifikate auf die Kundinnen und Kunden umgelegt.

Mecklenburg-Vorpommern gewinnt seinen Strom zu 33% aus erneuerbaren Energien, ein Trend, der noch ausbaufähig ist. Statt veralteter Technologien sollte künftig erneuerbare Energie den Weg weisen. Dafür stehen die GRÜNEN Innsbruck mit ihren neuen PartnerInnen gemeinsam mit den deutschen und österreichischen GRÜNEN.