Bürgerinitiativen Kein Steinkohlekraft­werk in Lubmin

Gemeinsame Bürgerinitiativen gegen das Steinkohlekraftwerk in Lubmin

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Liebe Klimafreundin, lieber Klimafreund,

das CCS-Gesetz steht im Bundesrat auf der Kippe: Bei einer Probeabstimmung letzte Woche gab es keine Mehrheit für den Gesetzentwurf. Einige Bundesländer zögern noch, wie sie sich verhalten sollen. Deshalb gilt es jetzt, den Druck noch einmal zu erhöhen: Die Bundesländer müssen dieses Gesetz bei der entscheidenden Abstimmung diesen Freitag ablehnen!

Diesen Freitag wollen wir den Protest von mehr als 12.000 Menschen vor dem Bundesrat übergeben. Alle Unterschriften, die uns bis Donnerstag erreichen sind mit dabei.

Fordern auch Sie die MinisterpräsidentInnen auf, dem CCS-Gesetz nicht zuzustimmen:


Schon unterschrieben? Vielen Dank für Ihre wichtige Unterstützung. Bitte leiten Sie unseren Aufruf an viele Menschen weiter!


Herzliche Grüße aus Berlin

Tina Löffelsend, Tine Jäger und Norbert Franck für das BUND-Klimateam

Schriftliche Anfrage an Dong Energie

Am 10.06.2010 schrieb die BI Greifswald an Dong Energie:

Sehr geehrter Herr Eldrup,

am 11.12.2009 gab der Aufsichtsrat von DONG Energy den Rückzug von dem geplanten Bau eines Steinkohlekraftwerks in Lubmin bekannt. Die Bürgerinitiativen, Umweltverbände und die Bevölkerung haben diese Mitteilung mit großer Freude zur Kenntnis genommen.

Unruhe entstand aber erneut, nachdem mehrfach neue Gutachten zum Antrag angekündigt wurden.....

Bitte beantworten Sie uns die folgenden Fragen:

1. Halten Sie in der Hoffnung auf einen positiven Genehmigungsbescheid weiterhin die Genehmigungsanträge aufrecht?

2. Wollen Sie dann die Genehmigung veräußern und somit anderen Investoren die Möglichkeit der Errichtung eines Kohlekraftwerkes am Greifswalder Bodden ermöglichen?

Den ganzen Brief finden Sie hier.

Und die Antwort ist hier zu lesen.


04.08.2010    Ostsee-Zeitung Lokalseite HGW

Umweltschützer: Gaskraftwerk erwärmt Bodden


Greifswald - Die Greifswalder Bürgerinitiative gegen das in Lubmin geplante Steinkohlekraftwerk hat Kritik an den Plänen der Energiewerke Nord (EWN) geäußert, auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerkes ein drittes Gas- und Dampfkraftwerk zu errichten. Der in Lubmin erzeugte Strom werde in Mecklenburg-Vorpommern nicht benötigt, sagte der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Oskar Gulla. Außerdem stünden die Kraftwerke der Entwicklung des Landes hin zu einer Versorgung mit hundert Prozent Erneuerbaren Energien im Wege. Hinzu kämen die aus dem Kraftwerksbetrieb resultierende Boddenerwärmung und die damit verbundenen ökologischen und gesundheitlichen Gefahren, erklärte Gulla.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Schwerin hatte am Montag angekündigt, dass die Energiewerke Nord das ursprünglich von Dong Energy geplante, inzwischen aber abgesagte Kraftwerksvorhaben auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Lubmin übernehmen wollen. Statt des geplanten Steinkohlekraftwerks solle dort nun ein Gas- und Dampfkraftwerk mit 1350 Megawatt Leistung entstehen.

Zur Ankündigung des Ministeriums sagte Gulla, sie sei der „Totenschein für das Steinkohlekraftwerk“ und bedeute das endgültige Aus für das Steinkohlekraftwerk. „Damit geht für uns ein langer und harter Kampf erfolgreich zu Ende“, fügte er hinzu.

Torsten Jelinski von der Bürgerinitiative Rügen brachte seinen Unmut gestern deutlich zum Ausdruck: „Die Gaskraftwerke haben, was den Bodden betrifft, die gleichen Auswirkungen wie das Steinkohlekraftwerk von Dong Energy. Das Wasser wird erheblich erwärmt. So wird es in Zukunft nicht ausbleiben, dass gesundheitsschädigende Bakterien wie die Vibrionen im Wasser tanzen werden.“ Auf der Tourismusinsel Rügen sei man deshalb „nicht glücklich“ darüber, dass die EWN ein drittes Gaskraftwerk errichten wollen. Ankündigungen zufolge wolle EWN dafür nun einen Investor suchen. „Ich glaube nicht, dass sie einen finden werden“, sagte Jelinski. Drei Gaskraftwerke seien für ihn mindestens eins, wenn nicht sogar zwei zu viel. Die Energieunternehmen E.ON sowie EnBW planen bereits den Bau von zwei Gaskraftwerken mit 1200 beziehungsweise 1350 Megawatt. OZ/epd