Kein Steinkohlekraft­werk in Lubmin

Gemeinsame Bürgerinitiativen gegen das Steinkohlekraftwerk in Lubmin

 
 
 

Ostsee-Zeitung l Dienstag, 13. Januar 2009 | Mecklenburg-Vorpommern l 275 Wörter
Widerstand gegen Erdgasleitung OPAL

Stralsund (dpa) Die geplante Erdgasleitung OPAL von Lubmin ins sächsische Olbernhau stößt in MV, Brandenburg und Sachsen auf wachsenden Widerstand. Das Projekt der Wingas GmbH sei wegen einer schon genehmigten Alternativtrasse entbehrlich, teilte die Umweltorganisation BUND gestern im Vorfeld einer Anhörung des Bergamtes Stralsund in Schwerin mit. OPAL steht für Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung.

Eine Brandenburger Bürgerinitiative und der Bund für Umwelt und der Naturschutz BUND tragen heute und morgen ihre Einwendungen gegen die 480 Kilometer lange Trasse vor. 

Ostsee-Zeitung l Dienstag, 04. November 2008 | Mecklenburg-Vorpommern l 347 Wörter
Streit um geplante Erdgasleitung OPAL

Stralsund/Lubmin (dpa) Bei Lubmin ist bereits eine breite Schneise durch den Küstenwald geschlagen, Tausende 18-Meter-Rohre lagern seit dem Frühjahr auf Feldern in Vorpommern. Obwohl die geplante 470 Kilometer lange Festland-Erdgasleitung OPAL (Ostsee- Pipeline-Anbindungs-Leitung) noch nicht genehmigt ist, zeigen sich die Investoren, die Energiekonzerne Wingas und E.ON Ruhrgas, optimistisch, im kommenden Jahr mit dem Bau der eine Milliarde Euro teuren Trasse nach Olbernhau (Erzgebirge) beginnen zu können. OPAL soll von 2011/2012 an das in Russland geförderte und über die 1200 Kilometer lange Nord-Stream-Ostseepipeline nach Deutschland gepumpte Gas weiter in das europäische Netz einspeisen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Genehmigung für den Bau erhalten“, sagte Wingas-Firmensprecher Nicholas Neu. Doch das Vorhaben ist nicht ohne Brisanz.

Erdgashochdruckleitung OPAL von Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern)
über Groß Köris (Brandenburg) bis Olbernhau (Sachsen) einschließlich Verdichterstation, für den Planfeststellungsabschnitt in Mecklenburg-Vorpommern

FRIST FÜR EINWENDUNGEN UND STELLUNGNAHMEN
http://www.opalsonicht.de

An die betroffenen Gemeinden, Gemeindevertreter, Verbandsvertreter und Privatpersonen in Mecklenburg-Vorpommern


Sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Bürgerinitiative setzt sich seit fast einem Jahr intensiv mit dem Pipeline-Projekt OPAL auseinander. Das derzeit in MVP hierzu laufende Planfeststellungsverfahren zeigt, dass Ihre Gemeinde Lubmin ganz erheblich und in ähnlicher Weise betroffen ist wie wir in Groß Köris. Daher halten wir es für sinnvoll, Ihnen mit diesem Schreiben unseren Kenntnisstand zugänglich zu machen.

OPAL ist motiviert durch das Bestreben von Wingas und Eon Ruhrgas, das in Lubmin anlandende Gas der Nord Stream in eigenen Leitungen abzuleiten und zu verteilen. Zu diesem Zweck wollen die genannten Unternehmen eine neue, von bestehenden oder genehmigten Leitungen unabhängige Trasse von der Ostsee bis nach Sachsen legen. Zu dem Projekt gehören zwei große Gasverdichterstationen in Lubmin und Groß Köris.

Gegen das Projekt können eine Fülle verfahrens- und umweltrechtlicher Einwände erhoben werden:

 unzulässige Aufteilung der Raumordnungsverfahren nach Bundesländern
 unzureichende Beteiligung der Gebietskörperschaften durch verkürzte Raumordnungsverfahren
 fehlende Bedarfsbegründung (das Gas der Nord Stream kann durch die bereits genehmigte Nordal abgeleitet werden!)
 fehlende Alternativenbetrachtung
 fehlerhafte Umweltverträglichkeitsuntersuchungen

Speziell die Planungen für die beiden Gasverdichtungsstationen erscheinen in keiner Weise triftig bzw. genehmigungsfähig:

 zwei überdimensionierte Standorte an hochsensiblen Standorten (Naturschutz, Tourismus) statt kleinerer an verträglichen Standorten
 veraltete, lärm- und schadstoffintensive Technik (Gasturbinen statt elektrischer Verdichter)

Zu der für Groß Köris geplanten Verdichteranlage haben wir den brandenburgischen Behörden bereits detaillierte Einwände vorgetragen. Sie finden sich auf unserer Website opalsonicht.de ausführlich wiedergegeben. Hinsichtlich der für Lubmin geplanten Anlage konnten wir bisher über die o.g. Defizite hinaus folgende Antragsmängel feststellen:

 fehlerhafte Immissionsprognose durch Nichtberücksichtigung der Gaskraftwerke, des Kohlekraftwerks

 dadurch fehlerhafte Bewertung der Schutzgüter Klima, Luft, Flora, Fauna, Mensch

 dadurch fehlerhafte Artenschutz- und FFH-Betrachtung

 unzureichende Kartierung

Sehr geehrte Damen und Herren, mit diesem Brief wollen wir über die Information hinaus auch eine Bitte an Sie herantragen. Wir werden alle Chancen nutzen, gegen dieses überflüssige und fahrlässig geplante Projekt vorzugehen. Wir haben bereits die Aussetzung des OPAL-Raumordnungsverfahrens in Brandenburg erreichen können. Im laufenden Planfeststellungsverfahren werden wir beim Bergamt Stralsund als Einwender auftreten. Wir rufen Sie dazu auf, für Ihre Gemeinde, für Ihre Region, für sich, das Gleiche zu tun.


Für Nachfragen und weitere Informationen zum Planfeststellungsantrag und zur unserer Einwendung stehen wir jederzeit zur Verfügung.


Mit den besten Grüßen



Wolfgang Georgsdorf

Groß Köris, am 22.April 2008

Bürgerinitiative
Keine Erdgasverdichteranlage in Groß Köris
und im Naturpark Dahme-Heideseen
Sprecher: Wolfgang Georgsdorf, Reinhard Geister
Büro: Zemminer Seestr.6
15746 Groß Köris
Tel. 033766 - 63 8 64
Fax: 033766 - 63 8 62
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http://opalsonicht.de