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Ostsee-Zeitung l Montag, 2. Nov. 2009
Gulla: „Ich sage Ja zu Dong“

Aber nur, wenn der Konzern bei uns ausschließlich in Windenergie investiert, schränkte der Chef der Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk ein. Gestern begrüßte er die Dänen auf einer Energie-Konferenz. zum heutigen Geburtstag Von BENJAMIN FISCHER Greifswald. Im Berufsbildungswerk diskutierten gestern rund 200 Kraftwerksgegner und Energieexperten über die Zukunft von erneuerbaren Energien in Mecklenburg- Vorpommern. Eingeladen hatte die „Allianz gegen das Kraftwerk Lubmin“, in der sich mehrere Bürgerinitiativen (BI) zusammengeschlossen haben. Oskar Gulla, Vorsitzender der Greifswalder BI, betonte am Rande der Konferenz, dass die Initiativen mit dieser Veranstaltung ihre Perspektiven für das Land aufzeigen wollen. Gulla: „Wir sind nicht nur dagegen.“ Er sage „Ja zu Dong, aber nur, wenn der Konzern hier ausschließlich in den Ausbau der Windenergie investiert“. Obwohl die Ausrichtung der Konferenz von verschiedenen Umweltverbänden sowie den Grünen finanziell unterstützt wurde, war auch Dong Energy mit einer eigenen Firmenpräsentation vertreten. Passenderweise nur mit der Windkraft- Sparte. Den Eröffnungsvortrag hielt der Direktor des dänischen „Nordischen Zentrums für Erneuerbare Energien“, Preben Maegaard. Er vertrat Hermann Scheer, den SPD-Bundestagsabgeordneten, Solarexperten und Träger des Alternativen Nobelpreises. Scheer hatte seine Teilnahme überraschend abgesagt. Maegaard sagte, er könne nicht verstehen, dass Dong Energy, das zu drei Viertel dem dänischen Staat gehöre, sich in Dänemark ein grünes Profil erarbeite und in Lubmin ein Kohlekraftwerk errichten wolle. Eine zukunftsfähige Struktur der Stromerzeugung verlangt laut Maegaard, der Mitglied im Weltrat für Erneuerbare Energien ist, dass kleinere Heizkraftwerke dort entstehen, wo auch die Abwärme gebraucht wird. Dänemark habe gute Erfahrungen mit der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung gemacht. 75 Prozent der Raumheizungen würden mit lokal erzeugter Fernwärme versorgt. Der Greifswalder Professor für Wirtschaftsgeografie, Helmut Klüter, bemängelte die widersprüchliche Festlegung Lubmins in der Raumplanung. Zum einen solle Lubmin sich als Seebad, zum anderen zu einem Großgewerbegebiet entwickeln. Dies schaffe Konflikte. Mit dem Bau von Offshore- Windparks vor Rügen habe Lubmin die Chance, Standort für Gewerbe erneuerbarer Energien zu werden. Bernd Giese von der Greifswalder Initiative bemängelte den großen Flächenverbrauch. Dong schaffe auf 40 Hektar lediglich 150 Arbeitsplätze. „Die bereits angesiedelten Betriebe beschäftigten auf einer Fläche von neun Hektar 819 Arbeitskräfte.“ Oskar Gulla: „Ja, ich will Dong! Aber nur, wenn sie mitWindkraftanlagen 

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