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OSTSEE-ZEITUNG l Dienstag, 11. März 2008 | Mecklenburg-Vorpommern l 226 Wörter
Heiße Debatte über Steinkohlekraftwerk

OZ: Was hat Vorrang, die Schaffung neuer Jobs oder der Schutz der Umwelt?

Gedbjerg: Da ist kein Widerspruch. Die Energiepolitik muss auf umweltverträgliche Energieproduktion zielen. Moderne Kohlekraftwerke sind ein Beitrag zum Umweltschutz. Zudem entstehen qualifizierte und nachhaltige Jobs in der Region.

OZ: Wie stehen Sie zu einer Halbierung des Kraftwerksprojekts?

Gedbjerg: Wir prüfen das intern sehr genau, aber das Projekt ist im Genehmigungsverfahren wie im Vorfeld geplant.

OZ: Ist Kohlekraft noch zeitgemäß?

Gedbjerg: Die Verstromung von Steinkohle ist auf Jahrzehnte aus dem Energiemix nicht wegzudenken. Sie ist integraler Teil einer sicheren Energieversorgung.

OZ: Was hat Vorrang, die Schaffung neuer Jobs oder der Schutz der Umwelt?

Labouvie: Das eine darf das andere nicht mehr ausschließen. Im Bereich erneuerbare Energien sind bisher über 250 000 Jobs entstanden. Diese Betriebe sind personalintensiver als Technik, die pro Job ein Hektar Land verbraucht.

OZ: Wie stehen Sie zu einer Halbierung der Kraftwerkspläne?

Labouvie: Negativ. Es geht um eine Richtungsentscheidung für unser Land. Gesundheits- und Tourismusland Nummer eins – ja oder nein?

OZ: Ist Kohlekraft noch zeitgemäß?

Labouvie: Kohlekraftwerke sind wegen ihrer Schadstoffe für die Gesundheit von Mensch und Natur nicht mehr zeitgemäß.

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