Thomas Möller, DGB Regionssekretär aus Greifswald und bekennender Gegner des Steinkohlekraftwerks Lubmin wurde nun für seine Haltung bestraft. Wie aus Insiderkreisen zu erfahren war, wurde Möller, der sich als Privatperson, nachdem ihm als DGB Funktionär ein Maulkorb verpasst worden war, häufig zum Thema öffentlich zu Wort meldete, praktisch über Nacht nach Hamburg versetzt. Nach uns vorliegenden Informationen war Möller einigen Funktionären unbequem geworden, weil der von ihm betreute ehrenamtliche Kreisvorstand sich gleichfalls öffentlich ablehnend zum SKK geäußert hatte. Auch der diesjährige 1. Mai in Greifswald dürfte bei der Versetzung von Möller eine gewichtige Rolle gespielt haben. So hätten einige Gewerkschaftsfunktionäre den Versuch unternommen, die EU Abgeordnete der Grünen, Elisabeth Schroedter, sowie Prof. Wolfgang Methling von den LINKEN als Redner zu verhindern bzw. auf ihr Redemanuskript Einfluss zu nehmen. Möller hatte dies mit Hinweis auf den Beschluss des Kreisvorstandes, der alle Parteien eingeladen hatte und die Parteienneutralität des DGB abgelehnt. Inzwischen befasst sich auch der Landesvorstand der Grünen mit dem Thema. Auch die LINKEN hätten signalisiert, sich mit der Problematik weiter auseinanderzusetzen war aus seriöser Quelle zu erfahren.
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